Was genau ist ein mentales Training?
In meinen Coachings (sowohl in 1:1 Sessions, als auch in den Workshops) beziehe ich immer die geistige, die emotionale und die körperliche Ebene mit ein. Das bedeutet, dass ich mentales Training, Gefühlsregulation und Embodiment kombiniere.
Im Folgenden beschreibe ich jedoch ausschließlich das mentale Training, sodass du die einzelnen Methoden unterscheiden und besser verstehen kannst.
Ein Beispiel*:
In der Schule bekommst du als Kind eine wichtige Arbeit zurück. Deine Note ist schlecht. Dein Lehrer schaut dich mit strengen Blick an. Die Situation ist sehr unangenehm für dich.
Zu Hause schimpfen deine Eltern mit dir. Sätze, wie "Geh auf dein Zimmer", "Streng dich an" oder "Du bist faul", fallen. Du bist alleine in deinem Zimmer. Dir schießen Gedanken wie "Ich bin dumm", "Ich kann nichts" und "Ich muss mich anstrengen" durch den Kopf. Dadurch fühlst du dich wertlos.
25 Jahre später sitzt du mal wieder bis spät abends an deinem Arbeitsplatz am Schreibtisch. Deine Kollegen haben sich bereits vor Stunden ins Wochenende verabschiedet. Du willst unbedingt noch die Präsentation für Montag perfektionieren, die eigentlich schon seit 3 Tagen fertig ist. Dein Glaubenssatz "Ich muss mich anstrengen" aus deiner Kindheit wird dich mal wieder die ganze Nacht im Büro sitzen lassen. Du fängst allmählich an, auszubrennen.
Dieses Beispiel verdeutlicht, wie sehr uns negative Überzeugungen (limitierende Glaubenssätze) beeinflussen.
Im mentalen Training schauen wir uns zuerst an, welche konkreten Gedanken auftauchen, warum diese Gedanken auftreten und welche limitierenden Glaubenssätze (über dich, die Gesellschaft, die Welt) dahinter stecken.
Diese überprüfen wir gemeinsam, denn ein Gedanke oder ein Glaubenssatz ist nicht unbedingt wahr (ganz im Gegenteil ;-)).
Im nächsten Schritt legen wir neue, wünschenswerte und bestärkende Glaubenssätze fest.
Abschließend üben wir, diese neuen Überzeugungen anzuwenden, sodass du diese auch im Alltag nutzen und neue Verhaltensmuster etablieren kannst. Dadurch lernst du Schritt für Schritt wieder der Boss in deinem Kopf zu werden.
* Das oben beschriebene Beispiel dient lediglich der Veranschaulichung. Dies bedeutet nicht, dass eine solche Situation, vor allem wenn sie sporadisch auftritt, automatisch eine mentale, emotionale oder körperliche Blockade auslöst.